Kevin Komolka, unser Spitzenkandidat der GdP BG Göttingen für den Polizeihauptpersonalrat

Mit der Personalratswahl 2020 findet ein Generationenwechsel in der Vertretung der Bezirksgruppe Göttingen im Polizeihauptpersonalrat statt. Seit dem Jahr 2006 war Ralf Hermes über die Liste der GdP auf Vorschlag der Bezirksgruppe Göttingen gewählte Vertreter im Polizeihauptpersonalrat. Seit einigen Jahren auch in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden. Mit der Personalratswahl 2020 wird ein Personalwechsel im PHPR erfolgen. Ralf Hermes tritt auf einen hinteren Listenplatz zurück und macht den Weg für eine Verjüngung des Gremiums frei. Hier die Vorstellung des Nachfolgekandidaten, welche so beim Bezirksdelegiertentag in Einbeck vorgetragen wurde:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mein Name ist Kevin Komolka, ich bin 31 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Jungs im Alter 8 und 2×1 und ich komme aus dem schönen Harsum bei Hildesheim.

Nach langjähriger Zugehörigkeit zur ZPD u.a. als Zugtruppführer und Personalsachbearbeiter bin ich seit Oktober 2017 Einsatzführer im ESD der PI Hildesheim und somit in unserer gemeinsamen Bezirksgruppe beheimatet.

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Seit 2006 bin ich GdP Mitglied und gleichzeitig auch aktives GdP Mitglied. Vom Sprecher der JUNGEN GRUPPE PA Hann. Münden, über den Landes- und Bundesjugendvorsitz bin ich nun stellvertretender Landesvorsitzender der GdP Niedersachsen und fühle mich stolz und wohl in dieser Rolle.

Heute darf ich mich als euer „Spitzenkandidat“ für den PHPR und gleichzeitig als Rückendeckung für Sebastian sehen – für dieses Vertrauen bin ich euch sehr dankbar.

Auf Personalratsebene habe ich bereits als Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung der PA Hann. Münden und als Mitglied im Bezirkspersonalrat der ZPD Erfahrungen gesammelt.

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Personalratsarbeit – was ist das für mich eigentlich?

Öfter ist mir die Frage begegnet „Was machst du eigentlich schon wieder beim Personalrat? Ihr hattet doch erst Sitzung.“

Liebe Kolleginnen und Kollegen, hier liegt für mich ein erstes Problem, dass ich angehen möchte.

Ich möchte, dass unsere Kolleginnen und Kollegen mehr über unsere Arbeit in den Personalräten erfahren.

Ziel muss es dabei sein, eine bessere interne Öffentlichkeitsarbeit über die Tätigkeiten und die Tätigkeitsbereiche der Personalräte zu schaffen – eine Aufhellung unserer Arbeit.

Das könnte zum einen über eine stärkere ISI-Präsenz, aber auch über eine noch stärkere Verzahnung zwischen GdP-Themen und PHPR-Arbeit und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit geschehen. Aufhellung.

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Gleichzeitig sehe ich aber auch immensen Handlungsbedarf in der „Aufklärung“ über die Wichtigkeit von Personal- und auch Berufsvertretungen. Und das beginnt für mich schon an der Polizeiakademie.

Wir müssen uns dafür stark machen, dass den jungen Kolleginnen und Kollegen bereits während/zu Beginn des Studiums erklärt wird, warum es wichtig ist, Personalräte und die Jugend- und Auszubildendenvertretung zu wählen.

Und natürlich müssen wir auch darüber informieren, warum es wichtig ist einer Gewerkschaft anzugehören – auch und insbesondere im öffentlichen Dienst.

Hierzu müssen wir uns dafür stark machen, dass das Thema „Personalvertretung/Berufsvertretung“ in das Curriculum der Polizeiakademie aufgenommen wird und bestenfalls auch von uns als Personalräten „bespielt“ wird.

Denn nur so können wir den zumeist jungen Anwärterinnen und Anwärtern die Solidargemeinschaft in der wir uns befinden näher bringen.  Aufklärung.

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Letztlich möchte ich mich aber insbesondere für die „Akzeptanz“ von Personalräten und ihrer/unserer Arbeit einsetzen.

Zum einen für die Akzeptanz durch den Einzelnen – Bedeutet ein weg von „wenn wir nicht so viele Personalräte und Beauftragte hätten, dann hätten wir mehr arbeitende Kolleginnen und Kollegen in Bereichen wo die Luft brennt.“  

Hin zu einem „Jeder, der sich um meine Arbeitnehmerrechte kümmert ist ein Zugewinn in einer modernen Organisation wie der Polizei Niedersachsen“

Zum Anderen aber auch für eine dienstlich-soziale Akzeptanz für den Einzelnen, was für mich bedeutet, dass es nicht die Ausnahme, sondern eine Selbstverständlichkeit sein sollte, sich mit dem Personalrat auszutauschen.

Ich will nicht, dass Kolleginnen und Kollegen „sich schlecht fühlen“, wenn sie zum Personalrat gehen und um Rat fragen.

Ich will, dass meine Kolleginnen und Kollegen mit einem Gefühl von „Ich habe einen starken Partner an meine Seite gewählt mit dem ich mich immer austauschen kann, der mir immer zuhört und dem ich vertrauen kann“ zu uns kommen, ohne danach mit einem Gefühl von „jetzt denkt jeder, ich habe etwas verbrochen oder jemanden angeschwärzt“ zurück an ihren Arbeitsplatz zu gehen.

Wir als Personalräte sind für unsere Kolleginnen und Kollegen da – immer, Themenübergreifend und nicht nur alle drei Jahre, wenn es um Beurteilungen geht.

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Aufhellung – Aufklärung – Akzeptanz – das sind meine primären Ziele für den PHPR und ich danke euch noch einmal herzlich für euer Vertrauen!

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Kevin Komolka / Ralf Hermes, 29.10.2019

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